150 Jahrfeier
Die Klenzeschule in der Zukunft – Gedankenkarussell der Klasse 4cg
- 08.07.2026 08:03
- Bilder folgen
150 Jahre halte fröhliches Kinderlachen durch die Gänge der Klenzeschule – viele Menschen gingen ein und aus – Erinnerungen an das, was einmal war, wurden durch die Jahrfeier zu neuem Leben erweckt und munter geteilt.
Ein herrliches Unterfangen nach so vielen Jahren festzustellen, dass vieles noch „da“ war, lange Jahre überdauert hat und Menschen – wie eh und je – Freude bereitet.
Aber was erwartet wohl die Klenzeschule in den nächsten 150 Jahren?
Diese Zeitreise in die Zukunft hat die Klasse 4cg unternommen, ausgehend von eigenen Vorstellungen/Visionen und Träumereien, wie sich die Schule (außen wie innen) verändern könnte.
Dabei haben wir uns auf 2 große Bereiche fokussiert:
„Das Außen“ und „das Innen“…
Den Entstehungsprozess hierfür haben wir in kleinen Filmclips dokumentiert, um unsere „Prototypen“ vorzustellen.
Zunächst einige Anmerkungen über „das Außen“:
Wir befinden uns merklich in einer Zeit des Klimawandels und dies meinten wir, würde sich sicher auf die Gestaltung der Außenfassade auswirken:
Grüne Pflanzen rankten sich an den Schulmauern entlang, spendeten Schatten und böten Lebensraum für Tiere. Fenster in geometrischen Formen brächen die bestehende eintönige Fassade auf. Auch der Farbanstrich liefe auf fröhliche Farben hinaus oder ließe sich von der Natur inspirieren. Großformatig fertigten wir Außenfassaden an, um den Besuchern einen Eindruck zu bieten.
Hier setzten wir unsere Mitmachstation an: ein Foto von unserem Schulgebäude heute durften die Besucher nach Ihren Vorstellungen verändern und gestalten.
Was geschähe wohl mit „dem Inneren“?
Es stellte sich die Frage, ob die Schule weiterhin aus Fluren und Räumen bestünde, in dem einzelne Klassen getrennt voneinander unterrichtet würden.
Unseren Ideen würde dieses Interior nicht mehr entsprechen.
Räume würden einzelnen Fächern oder auch Themenbereichen zugeordnet werden, die allen Klassen zur Verfügung stünden. Hier könnte sehr gut jahrgangsstufenübergreifend gearbeitet werden. Einzelne Modelle möglicher Raumgestaltung sowie zukünftiges Mobiliar waren zu entdecken.
In Zukunft sollen möglichst alle Kinder Anspruch auf einen Platz im Ganztag erhalten. So werden sie sehr viel Zeit in der Schule verbringen. Hier wurde der Wunsch der Kinder (beeinflusst durch ihre persönlichen Erfahrungen im Ganztag) nach Rückzugsmöglichkeiten laut. Die Schule ist in ihren Augen zwar immer noch ein Ort, an dem sie gemeinsam lernen und arbeiten werden. Doch die Möglichkeit, sich zu entspannen und sich zurückziehen zu können ist mindestens genauso wichtig.
So kam die Idee, in unserem Klassenzimmer eine „Ruhe-Oase“ einzurichten.
Hier stellte sich zunächst die Frage, welche Farbe sich beruhigend auf unseren Geist auswirkt. Die Entscheidung fiel deutlich auf 2 Farben: blau und grün.
Die Idee, die dahinter steckt war, dass wir diese beiden Ruhebereiche zukünftig auch anderen Klassen zur Verfügung stellen wollten – insbesondere dann, wenn wir nicht in unserem Klassenraum sind.
Dem Wunsch, den grünen Ruhebereich mit vielen Pflanzen zu gestalten, stand leider die Tatsache entgegen, dass wir nach dem Fest ins Schullandheim fuhren und sich gleich danach die Ferien anschlossen. Wer sollte sich kümmern? Insofern ließen wir uns von Claude Monet inspirieren und erschufen ein riesengroßes Seerosenbild, das die Natur abbildete.
Die Digitalisierung spielt in der Zukunft natürlich auch eine maßgebliche Rolle. Für die Kinder stand es außer Frage, dass Roboter zum Schulalltag gehörten.
Wir bauten verschiedene Robotermodelle in unterschiedlichen Größen – jeder einzelne mit einer anderen Wirkweise.
Zum einen, um Kindern und Lehrern den Alltag zu erleichtern, aber auch z.B. um Kinder, die traurig sind, mit einem Witzeroboter aufzuheitern.
Des Weiteren wurde Bobby „geboren“ – in den Augen der Kinder würden auch Wesen aus anderen Galaxien gemeinsam mit uns lernen – Bobby war hierfür ein Beispiel.
Wir haben uns auch mit Unterrichtsinhalten befasst. Wie sollte ein zukünftiger Stundenplan gestaltet sein?
Die Kinder waren sich einig, dass Hauptfächer wie Deutsch, Mathe und HSU wichtig sind und erhalten bleiben sollen.
Aber es fehlen ausreichend Bewegungsphasen sowie mehr Zeit für musische Fächer, tägliches Kochen, tägliches „sich in der Natur aufhalten“, täglich kreativ sein und tägliches Entspannen.
Zudem beginnt in ihren Augen die Schule viel zu früh!! 10 Uhr wäre allen angenehm!
Die Klenzeschule wird sicher auch in Zukunft ein Ort sein, in dem Menschen – Schüler, Lehrer und Eltern – aufeinandertreffen und vielfältige Erfahrungen sammeln werden.
Ein Hoch auf technische Errungenschaften, die uns den Schulalltag erleichtern und uns bereichern.
Aber eines steht fest: das, was zählt sind die menschlichen Begegnungen. Freundschaften, die entstehen und wohl wie in den vergangenen 150 Jahren Generationen überdauern können.
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