150 Jahrfeier

150 Jahrfeier

      • Auf Spurensuche im Glockenbachviertel – Straßen, Bäche und Geschichten unserer Stadt - Klasse 3cg

      • 06.07.2026 11:57
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      • Warum heißen Straßen eigentlich so, wie sie heißen? Wo sind die Stadtbäche geblieben, die früher durch das Glockenbachviertel flossen? Und wie hat das Leben in unserem Viertel vor vielen Jahren ausgesehen? Im Rahmen der 150-Jahr-Feier der Klenzeschule beschäftigte sich die Klasse 3cg mit diesen Fragen rund um das Glockenbachviertel.

        Aus unserem Klassenzimmer entstand für einen Tag ein Museumsraum, in dem die Besucherinnen und Besucher das Viertel aus einer ganz neuen Perspektive entdecken konnten. Gleich am Eingang wurden sie begrüßt und erhielten eine Gästekarte. Darauf konnten sie eintragen, wo sie wohnen und welcher Ort im Glockenbachviertel ihr persönlicher Lieblingsplatz ist. An einer digitalen Karte hatten sie außerdem die Möglichkeit, ihren Wohnort mit einem Pin zu markieren. So entstand nach und nach ein gemeinsames Bild davon, wo unsere Gäste leben und welche Orte das Viertel für sie besonders machen.

        Ein Schwerpunkt unserer Ausstellung waren die Straßennamen des Glockenbachviertels. Nach intensiver Recherche gestalteten wir zu zahlreichen Straßen Informationsflyer, die erklärten, nach wem oder wonach sie benannt wurden. Wer seine Straße nicht in der Ausstellung fand, konnte mithilfe eines Laptops selbst nachforschen und die Herkunft des Straßennamens herausfinden. Das Interesse war so groß, dass einige Flyer sogar mehrfach nachgedruckt werden mussten.

        Im Mittelpunkt des Museumsraums lag eine große Karte des Glockenbachviertels. Darauf hatten wir nicht nur eingezeichnet, wo wir wohnen, sondern auch den Verlauf der Bäche dargestellt – sowohl die heute noch sichtbaren als auch die unterirdisch verlaufenden und die zugeschütteten Gewässer. Viele Besucherinnen und Besucher ergänzten unser Wissen mit eigenen Erinnerungen und erzählten von früheren Handwerksbetrieben oder besonderen Orten im Viertel. So entwickelte sich unsere Ausstellung zu einem Ort des Austauschs und gemeinsamer Entdeckungen.

        An einer weiteren Station erfuhren die Gäste, warum viele der Bäche im Laufe der Zeit verschwunden sind. Mithilfe transparenter Folien konnten sie nachvollziehen, welche Gründe – etwa Krankheiten, Wohnungsnot oder die wachsende Stadt – dazu führten, dass Bäche zugeschüttet oder überbaut wurden.

        Besonders lebendig wurde die Vergangenheit durch selbst entwickelte Hörspiele. Darin erzählten erfundene Figuren vom Leben am Bach, von ihrem Alltag und den Veränderungen im Viertel. Die Geschichten schrieben die Kinder im Vorfeld in Kleingruppen und nahmen diese auf. Die Hörspiele konnten an Tablets angehört werden und wurden durch mit Künstlicher Intelligenz gestaltete Bilder ergänzt, die den Geschichten ein Gesicht gaben. Passend dazu luden Rätsel und eine Stempelstation dazu ein, das Gehörte spielerisch zu vertiefen.

        Die große Begeisterung und das Interesse unserer Besucherinnen und Besucher haben uns gezeigt, wie spannend es sein kann, die Geschichte des eigenen Viertels gemeinsam zu entdecken.

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